José Balmer

Liebe Bolivienblog-Leser

Im letzten Blogeintrag hatten wir euch ja schon über die 2012 begonnene Zusammenarbeit zwischen GF und Caritas Schweiz  in der Trinkwasserversorgung berichtet. Dank dieser Partnerschaft profitieren bis heute mehr als 40’000 Menschen weltweit von einer nachhaltig verbesserten Trinkwasserversorgung. Auch das Hilfswerk Brücke · Le pont unterstützt seit 1956 benachteiligte Menschen in Entwicklungsländern, unter anderem in Bolivien. Über Projekte in diesem südamerikanischen Land haben sich Caritas und Brücke · Le Pont immer wieder ausgetauscht. Und so kennen sich einige Mitarbeitende dieser Hilfswerke. Einer von ihnen ist José Balmer.

Schnell fürs Mitmachen entschieden

Wir sind froh, dass wir José für unsere Projektwoche in Bolivien gewinnen konnten. Er kennt Bolivien, weil er bei Brücke · Le pont zehn Jahre lang für die Projekte in Bolivien und Brasilien verantwortlich war. Und weil er zuvor – von 1982 bis 1988 – im tropischen Tiefland Boliviens lebte und in der Seelsorge und in Entwicklungsprojekten arbeitete.

Als GF im Herbst 2017 bei Caritas anfragte, wer für die Koordination der Projektwoche vor Ort in Frage kommen könnte, schlug Caritas José vor. „Als der Anruf von Caritas kam, musste ich mir das schon kurz überlegen, sagte dann aber doch schnell zu, weil mir das Projekt sehr gefiel und ich Zeit habe“, sagt der pensionierte 68-Jährige.

Nichts dem Zufall überlassen

Zu Beginn erhielt José von GF die Reisedaten und einen groben Programmentwurf. Danach begann er mit Richard Haep, Direktor von Caritas Schweiz in Bolivien, die Details des Programms auszuarbeiten und alle organisatorischen Fragen rund um die 7-tägige Entwicklungsprojektwoche zu klären. Besonders herausfordernd war der Zeitpunkt der Reise, denn in der geplanten Woche finden zwei bolivianische Feiertage statt. Zum einen der Tag des Bauers bzw. der Agrarreform (2.8.) und zum anderen der Tag der bolivianischen Unabhängigkeit, der Nationalfeiertag (6.8.). „Rund um diese Feiertage gestaltet sich die Reiseplanung schwierig, weil die Familien, Institutionen und Schulen mit der Vorbereitung der Feiertage beschäftigt sind“, erläutert José. Zudem ist der Transport einer grossen Gruppe in abgelegene Bergdörfer wegen der schlechten Strassen nicht einfach. Nichtsdestotrotz fand Richard Haep vor Ort gute Lösungen. Zudem wird José zehn Tage vor unseren Lernenden nach Bolivien fliegen, um vor Ort noch einmal sicherzustellen, dass wir die Programmpunkte wie geplant durchführen können.

Neugierig auf den Austausch der unterschiedlichen Kulturen

José Balmer, gebürtiger Luzerner, ging 1982 nach Bolivien um benachteiligten Menschen zu helfen. Damals war er noch Mitglied einer Ordensgemeinschaft. Zusammen mit zwei anderen Schweizern war er in der Seelsorge tätig und organisierte Beratung und Unterstützung für Projekte in Landwirtschaft, Schule und Gesundheitswesen. „Ich war fasziniert von der Freundlichkeit der indigenen Bevölkerung und ihrem einfachen Lebensstil, es war eine total andere Welt“, erinnert er sich.

José Balmer

Er freut sich sehr auf die Begegnung der Reisegruppe mit Menschen in Bolivien und ist gespannt zu sehen, wie der Austausch zwischen den beiden Kulturen funktioniert. Zudem freut er sich darauf, die Lernenden bei ihrer Entdeckungsreise begleiten zu dürfen. Bolivien habe eine facettenreiche Kultur sowie grossartige Landschaften. Die kurze Reise kann zwar nur einen ersten Eindruck vermitteln, aber Appetit auf mehr machen. Nebst den Besuchen bei den zwei Partnerorganisationen von Caritas gehört für ihn der Ausflug zur Ruinenstätte Tiahuanaco und zum Titicacasee ebenfalls zu den Höhepunkten dieser Reise.

Wir freuen uns darauf, mit José Bolivien zu erkunden.

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