Erster Tag in Bolivien

Liebe Bolivien-Blog LeserInnen

Nach einer langen und anstrengenden Reise sind wir am Sonntag um ca. 04:30 Uhr morgens in unserem Hotel in La Paz angekommen. Da wir alle sehr müde waren und das Programm am nächsten Tag bereits um 12:00 Uhr losging, haben wir uns ruckzuck schlafen gelegt.

Am Sonntag trafen wir die gesamte Gruppe zum Mittagessen. Roland Gröbli und José Balmer haben uns begrüsst und uns ins Tagesprogramm eingeweiht. Zur Akklimatisierung würden wir am ersten Tag eine kleine Stadttour unternehmen. Solch ein Akklimatisierungs-Tag ist enorm wichtig für die Gruppe, denn wie bereits erwähnt ist La Paz die höchstgelegene Verwaltungshauptstadt weltweit und befindet sich auf mehr als 3’500 m über dem Meeresspiegel.

Mit dem Teleferico, dem Seilbahnnetz von La Paz, waren wir in weniger als 20 Minuten mitten im Stadtzentrum und erhielten dank dem tollen Wetter erst noch einen tollen Ausblick auf die Stadt. Das Seilbahnnetz in La Paz besteht derzeit aus sieben Seilbahnlinien und wird nach seiner Fertigstellung das grösste urbane Seilbahnnetz der Welt sein. Ziemlich beeindruckend, fanden auch die Lernenden.

Erster Tag in Bolivien

 

Im Stadtzentrum angekommen, führte uns José durch die Sehenswürdigkeiten. Vom «Paseo el Prado», der Hauptstrasse des Zentrums, ging es zunächst hinauf zum neuen Regierungsgebäude von Präsident Evo Morales und zur «Plaza Murillo» dem Hauptplatz der Stadt. Auf dem Weg nach oben bemerkten wir zum ersten Mal die Tücken der Höhe. Hochlaufen und dabei plaudern ist hier irgendwie nicht so einfach wie in der Schweiz. José hatte uns bereits mehrfach vor der Höhe gewarnt und deshalb auch genug «Sorojchi» (Medikament gegen Höhenkrankheit) mit auf die Tour genommen.

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Nach einem Spaziergang vorbei an bunt bemalten Mauern und der «Iglesia San Francisco» (Kirche des Heiligen Franz von Assisi) gelangten wir zum «Mercado de Brujas», dem berühmten Hexenmarkt von La Paz. Schnell war klar, dass dieser Markt für die Lernenden das Highlight des Tages sein würde. Hier wird einem für jedes Problem eine Lösung angeboten – in Form von Talismanen, Pulver, Seife, Zuckerguss oder Lama-Föten. Einige von uns probierten hier zum ersten Mal das Kauen von Koka-Blättern, eine weitere Wunderwaffe gegen die Höhenkrankheit.

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Bevor wir uns auf den Weg zurück ins Hotel machten, gingen einige von uns noch auf Shoppingtour und kauften bereits Souvenirs für Freunde und Familie. Andere probierten lieber noch die kulinarischen Spezialitäten die die Strassen von La Paz zu bieten haben. Dies war eine sehr gute Gelegenheit, um unsere erlernten Spanischkenntnisse unter Beweis zu stellen und mit den Einheimischen «warm zu werden».

Erster Tag in Bolivien

Zurück im Hotel, trafen wir Richard Haep, Direktor von Caritas Schweiz in Bolivien. Er gab uns einen kurzen Einblick in die Arbeit von Caritas Schweiz in Bolivien sowie in die Situation der Menschen im Land. Er klärte uns zudem über die Gegebenheiten in den Dörfern auf, die wir am nächsten Tag besuchen. Danach gingen wir in der Gruppe das detaillierte Programm für den nächsten Tag durch. Beim anschliessenden Abendessen, konnten wir uns über unsere ersten Eindrücke Boliviens austauschen. Viele der Lernenden hatten sich die Stadt La Paz ganz anders vorgestellt. Die Bilanz ist jedoch überaus positiv. So waren Sreilak und Jasmina begeistert von der Freundlichkeit der BolivianerInnen. «Sie haben immer gelächelt und uns sehr freundlich gegrüsst» erzählte Sreilak.

Abendessen

Da es am nächsten Tag bereits um 06:00 Uhr früh losging, war nach dem Abendessen sehr bald mal Schlafenszeit angesagt.

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