Besuch Caracato

Liebe Bolivien-Blog LeserInnen

Wie bereits erwähnt, war der letzte Halt unseres zweiten Tages das Dorf Caracato. Hier erwartete uns im Gegensatz zu den letzten zwei Gemeinden ein etwas anderes Programm. Am Abend unserer Ankunft sollten wir mit den Jugendlichen vor Ort Volleyball und Fussball spielen. Zu Beginn schon warnte uns Roland davor, dass die Jugendlichen hier im Sport sehr talentiert seien und wir uns deshalb nicht allzu viele Hoffnungen auf einen Sieg machen sollten. Für den richtigen Spirit hat Caritas Corocoro allen Teams Polo-Shirts mit dem eigenen und dem Clean Water Logo zur Verfügung gestellt. Wir begannen mit dem Volleyball-Spiel, schnell war klar: Roland hatte Recht, die Bolivianer dominierten. Ähnlich sah es auch beim Fussball aus, sie waren technisch sehr stark und verfügten über die Ausdauer, die auf einer Höhe von 2600 m über dem Meeresspiegel, notwendig war. Wohlverdient nahmen sie am Ende den Siegerpokal entgegen.

VolleyballspielSlide thumbnail
VolleyballspielSlide thumbnail
VolleyballspielSlide thumbnail
FussbalspielSlide thumbnail
GruppenbildSlide thumbnail

 

Nach dem Spiel assen wir gemeinsam zu Abend und liessen den Tag Revue passieren. Jeder von uns sollte drei Dinge sagen, die ihr oder ihm besonders aufgefallen sind. Bevor wir jedoch mit unserer Runde begonnen hatten, erhielten wir Besuch von der Jugendgruppe der örtlichen Kirche. Sie hatten für jeden von uns bunte Bilderrahmen gebastelt, die sie uns überreichen wollten. Diese überraschende Geste bestätigte den überaus positiven Eindruck, den wir von den Menschen in den drei Gemeinden ohnehin schon hatten.

Am nächsten Tag trafen wir uns früh zu einem nahrhaften Frühstück, die Energie würden wir brauchen denn das Morgen-Programm war die Verschönerung des Dorfplatzes von Caracato. Nach einer Begrüssungszeremonie auf dem Schulplatz, teilten wir uns in acht Gruppen auf. Zusammengesetzt waren diese aus den Jugendlichen der Gemeinde, Lehrern, Mitarbeitern des örtlichen Gesundheitszentrums, der kirchlichen Jugendgruppe und dem Team von Caritas Corocoro. Da wir nur bis am frühen Nachmittag in Caracato bleiben würden, hatten wir nicht besonders viel Zeit um mit alten Reifen, Farbe, Blumen und etwas Kreativität unser handwerkliches Geschick unter Beweis zu stellen.

Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail

 

Die Zusammenarbeit war für unsere Gruppe sehr speziell, nebst kommunikativen und kulturellen Hürden gab es auch organisatorische Schwierigkeiten. «Am Anfang habe ich nicht gedacht, dass wir bis Mittag etwas auf die Beine stellen. Es war sehr chaotisch. Irgendwann hat sich das jedoch gelegt und wir konnten uns arrangieren. Jeder hat dazu beigetragen, sodass es trotz Startschwierigkeiten sehr gut funktioniert hat. » schildert René. Für unsere Lernenden war es sehr ungewöhnlich, dass die Jugendlichen anfangs viele Fotos mit ihnen machen wollten und ihnen zahlreiche Fragen gestellt haben, obwohl doch eigentlich gearbeitet werden sollte. «Die Lernenden waren sehr geduldig und offen. Sie haben die Situation toll gemeistert. » erzählt Anna stolz.

Das Resultat dieses Morgens? Schaut es euch an!

Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail
Besuch CaracatoSlide thumbnail

 

Natürlich haben wir nur einen kleinen Beitrag zur Verschönerung des Dorfplatzes geleistet, dies sollte jedoch einen Anstoss geben und die Bewohner dazu motivieren, das Projekt fertigzustellen. Bei der schwierigen Lebenssituation der Einheimischen ist es oft nicht einfach die Motivation zu finden, um sich den nicht unbedingt notwendigen Dingen zu widmen. Wer weiss, vielleicht haben wir es auch geschafft, denn bei unserer Abfahrt zwei Stunden später wurde weiterhin eifrig daran gearbeitet. Einige Objekte sahen auch schon ganz anders aus als wir sie verlassen hatten.

Es ging weiter zur Ruinenstätte Tiwanaku und dem weltbekannten Titicacasee, doch mehr darüber im nächsten Blog-Post.

Weitere Fotos zu unseren Aktivitäten in Caracato findet ihr hier.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare