Ausflug mit ENDA

Liebe Bolivien-Blog LeserInnen

Am vierten Tag unserer Entwicklungsprojektwoche besuchten wir die Ruinenstätte Tiwanaku und den weltberühmten Titicacasee, das höchstgelegene schiffbare Gewässer der Welt. Dieser Ausflug sollte nicht nur Vergnügen sein, sondern primär dazu dienen die Mitarbeitenden von ENDA und die Mädchen die sie derzeit betreuen, kennenzulernen. Wir würden nämlich insgesamt zweieinhalb Tage mit ihnen verbringen. ENDA Bolivien (Environmental Development Action in the Third World) ist eine Partnerorganisation von Caritas, die sich um Mädchen kümmert die auf der Strasse leben oder zuhause massive Gewalt erfahren. In den zwei Zentren in El Alto erhalten sie professionelle psychologische und gesundheitliche Betreuung, Nachhilfeunterricht oder eine Ausbildungsmöglichkeit. Richard hatte uns im Vorfeld über die Organisation und die Situation der Mädchen aufgeklärt, wir waren also sehr gespannt auf die Zusammenkunft.

Treffpunkt mit ENDA war der Eingang zur Ruinenstätte Tiwanaku, die wichtigste Ausgrabungsstätte Boliviens. Tiwanaku ist nicht nur der Name des Ortes, sondern auch jener der Kultur hinter der Stätte und bedeutet wörtlich übersetzt etwa „setz dich hin, kleines Lama“. Seit 2000 zählt Tiwanaku zum Weltkulturerbe der UNESCO. Da unsere Sprachkenntnisse noch nicht reif für eine Tour auf Spanisch waren, teilten wir uns in zwei Gruppen auf und wurden von einem deutschsprachigen bzw. einem spanischsprachigen Guide mit auf eine Zeitreise genommen. «Sie hatten damals Wasserkanäle aus Stein, heutzutage scheint jedoch genau das in den ländlichen Gegenden Boliviens das grösste Manko zu sein. Tiwanaku war für mich sehr eindrücklich. » schilderte Marco.

Ausflug mit ENDA
Ausflug mit ENDA
Ausflug mit ENDA
Ausflug mit ENDA

 

Im Anschluss fuhren wir nach Guaqui, ein Hafen am Titicacasee der auf einer Höhe von 3810 m über dem Meeresspiegel liegt. Von dort aus würden wir eine Schiffahrt auf dem See unternehmen und dabei gemeinsam Mittagessen. Die Stimmung war sehr gut, wir kamen trotz unserem gebrochenen Spanisch schnell ins Gespräch mit den Mädchen. «Sie waren sehr sympathisch und offen, ich hatte eher erwartet das sie etwas zurückhaltender sind. » sagte Jasmina über die jungen Bolivianerinnen. Wir fanden heraus, dass nicht nur die Jugendlichen in Caracato Volleyball und Fussball mögen, auch bei den Mädchen von ENDA sind diese Sportarten äusserst beliebt. Nach zahlreichen Selfies auf dem Schiff besuchten wir noch das Eisenbahnmuseum am Hafen.

Ausflug mit ENDA
Ausflug mit ENDA
Ausflug mit ENDA
Ausflug mit ENDA

 

Um ca. 15:30 Uhr verabschiedeten wir uns von ENDA und machten uns auf den Weg nach La Paz. Der Abschied war jedoch nicht von Dauer, denn die nächsten zwei Tage würden wir gemeinsam mit den Mädchen erneut unsere Kreativität und unser handwerkliches Geschick unter Beweis stellen.

Wie diese Zusammenarbeit aussieht erfahrt ihr im nächsten Blog-Post. Stay tuned!

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