Panorama

Liebe Bolivien-Blog LeserInnen

Am letzten Abend vor der Abreise, nach einem ausgiebigen Abendessen in einem schönen Restaurant, haben wir noch einmal auf die Woche zurückgeblickt und unsere Erfahrungen ausgetauscht.

Welche Eindrücke die Entwicklungsprojektwoche bei uns hinterlassen haben könnt ihr hier nachlesen:

Daniel Waldvogel

Daniel Waldvogel:

„Die riesige Stadt La Paz mit ihren Lichtern bis hin zum Horizont wird mir sehr in Erinnerung bleiben. Die Entwicklungsprojektwoche in Bolivien war für mich eine grossartige Erfahrung. Die Leute hier sind sehr gastfreundlich und suchen sehr viel Körperkontakt. Letzteres bin ich aus der Schweiz nicht gewohnt. Auch die Präsentation bei ENDA fand ich sehr beeindruckend, es zeigte uns nochmal ein anderes Gesicht dieser Stadt.“

Besuch bei ENDA

Jasmina von Arx:

„Ich habe noch nie so eine grosse Stadt wie La Paz gesehen. Die Einheimischen waren sehr gastfreundlich, vor allem in Ocuire. Dieses Dorf und die Erfahrungen während der ganzen Woche werde ich nie vergessen. Jeder Tag war einzigartig. Mit dem Besuch des Tititcacasees ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Auch Tiwanaku fand ich sehr beeindruckend, unser Guide hat die Führung sehr gut gemacht. Es ist für mich ein grosses Privileg bei dieser Gruppe hier dabei zu sein. Der Vortrag bei ENDA hat mir die Augen geöffnet wie es hier zu geht und was die Mädchen für ein hartes Leben haben. Ich bin glücklich darüber, dass wir uns trotz Sprachbarriere gut mit den BolivianerInnen austauschen konnten. Es hat mich sehr beeindruckt wie die Menschen hier mit ihren Problemen umgehen und wie stark sie sind. Die Tatsache, dass sie trotzdem strahlen und Freude zeigen können, hat mir sehr imponiert. Das Seilbahnsystem von La Paz fand ich auch grossartig.“

Sreileak Wendland

Sreileak Wendland:

„Es hat mir sehr gefallen mit den BolivianerInnen zusammen zu arbeiten. Obwohl ich anfangs nicht wusste was mich erwartet und sogar etwas Angst hatte, bin ich sehr glücklich darüber dabei gewesen zu sein. Das Einzige was mich etwas enttäuscht hat war der Hexenmarkt. Ich hatte ihn mir viel grösser vorgestellt. Der Besuch der Dörfer war das grösste Highlight der Projektwoche. Ich hätte nie erwartet, dass sie uns so freundlich empfangen und so nett sind. Die Begegnung mit der bolivianischen Kultur und das viele Tanzen fand ich auch sehr toll. Der Besuch bei ENDA hat mich nicht sehr schockiert, da die Situation in meinem Heimatland Kambodscha ähnlich ist. Ich hoffe dennoch, dass die Mädchen dort so schnell wie möglich wieder ein normales Leben führen können. Ich möchte mich herzlich bei GF für diese tolle Erfahrung bedanken. In Kambodscha wurden wir oft von solchen Gruppen und Hilfsorganisationen besucht, zum ersten Mal durfte ich nun selber so einen Besuch machen.“

Yves Ackermann

Yves Ackermann:

„Für mich war das eindrücklichste die Organisation dieser Reise, von GF, Caritas Schweiz und Caritas Corocoro und allen Beteiligten. Die Planung und die Organisation haben bis hin zum kleinsten Detail perfekt gepasst. Wir haben an jedem Tag unzählige Erlebnisse gesammelt. Der Tour-Guide in Tiwanaku war sehr sympathisch und wusste sehr viel. Der Besuch bei ENDA und die Wandmalerei dort waren eine sehr interessante Erfahrung. Die Aussage von Richard, dass hier aus Chaos Ordnung entsteht, finde ich extrem passend. Irgendwie hat es am Ende immer funktioniert, was sehr erstaunlich war.“

Philipp Bachmann

Philipp Bachmann:

„Wir waren zwar nur eine kurze Zeit in Bolivien, dennoch haben wir viele verschiedene Seiten des Landes kennengelernt. Als Tourist sieht man in so einer kurzen Zeit nur die klassischen Attraktionen, wir haben dagegen ein enormes Pensum abgedeckt. Wir haben Menschen in der Stadt und auf dem Land kennengelernt und mehr über ihre Lebenssituation erfahren. Das Leben auf dem Land hat am meisten Eindruck auf mich gemacht. Es war das komplette Gegenteil zum Leben in der Schweiz.“

Luca Marceca

Luca Marceca:

„La Paz, El Alto und allgemein Bolivien fand ich sehr schön, aber leider auch sehr dreckig. Es gab unzählige Strassenhunde sowie Berge von Abfall und PET-Flaschen an den Strassenrändern. La Paz finde ich aufgrund des Lichtermeers nachts definitiv schöner als tagsüber. Das Highlight dieser Projektwoche war für mich der Besuch in Ocuire mit dem herzlichen Empfang, den Kränzen und dem Mittagessen. Ein Erlebnis, das mir für immer in Erinnerung bleiben wird.“

Besuch bei ENDA

Leandro Ravara:

„Die Offenheit und die Freundlichkeit der Menschen hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie stolz sie auf die wenigen Dinge sind, die sie haben. Als wir in den Häusern der Einheimischen waren, haben sie das Wasser laufen lassen und uns das stolz demonstriert. Das ist eine sehr schöne Erinnerung. Zudem finde ich es erstaunlich, wie viel wir in dieser Woche erleben durften und wie gut die Entwicklungsprojektwoche organisiert war.“

Besuch bei ENDA

Niclas Galliker:

„Ich hatte zwar erwartet, dass die Menschen hier nicht viel haben, aber das live zu sehen war dennoch sehr eindrücklich. Es war sehr erstaunlich, dass die Mädchen bei ENDA so viel Lebensfreude ausstrahlen, obwohl sie ein sehr hartes Leben haben. Das bolivianische Essen hat mir nicht gefallen.“

Besuch bei ENDA

Ramon Grutschnig:

„Ich fand vor allem die letzten zwei Tage sehr spannend, da wir mit dem Malen unsere Kreativität entfalten konnten und uns dadurch den Mädchen von ENDA besser annähern konnten. Es war natürlich und nicht erzwungen. Wir haben nicht nur mehr über das Land, sondern auch mehr über die Kultur erfahren. Die Menschen hier waren überaus freundlich und haben uns verwöhnt. Ich denke nicht, dass sie für sich so kochen wie sie für uns immer gekocht haben. Schade fand ich, dass die Schifffahrt auf dem Titicacasee so kurz war. Wir haben nicht so viel gesehen wie erwartet. Die Reise hat dennoch Lust auf mehr gemacht, ich werde definitiv weitere Reisen unternehmen.“

Besuch bei ENDA

Kilian Pfister:

„Bolivien ist ein sehr schönes Land mit tollen Menschen und Landschaften. Die Einwohner haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Im Gegensatz zu den Menschen in der Schweiz wird man hier stets freundlich gegrüsst. Obwohl wir mehr haben als die meisten Einheimischen, wurde uns hier sehr viel gegeben und wir wurden überall herzlich empfangen. Die drei Tage auf dem Land haben mir sehr gut gefallen, und auch wenn La Paz und El Alto eher chaotisch sind, fand ich auch das interessant.“

Besuch bei ENDA

Tim Rütimann:

„Die Entwicklungsprojektwoche war eine einzigartige Erfahrung für mich. Unsere Gruppe harmonierte sehr gut. Ich fand es sehr beeindruckend, wie offen die Menschen hier sind. Der Vortrag bei ENDA war auch sehr eindrücklich. Dennoch fand ich es etwas fragwürdig, dass der Vortrag auch vor den Mädchen gehalten wurde, denn sie wurden dadurch an ihre Erlebnisse erinnert.“

Janine Brütsch:

„Es war beeindruckend zu sehen, wie die Menschen mit so tiefen Standards leben und doch so fröhlich sind. Da wird einem richtig bewusst, wie gut wir es hier in der Schweiz haben. Den Dorfplatz zu verschönern war eines meiner Highlights. Ohne viel zu reden konnten wir den kargen Platz richtig bunt gestalten und den Menschen so eine Riesenfreude bereiten. Von dieser Woche nehme ich viele tolle Erinnerungen und neue Erfahrungen mit nach Hause. Bolivien war ein unvergessliches Projekt.“

Besuch bei ENDA

Lea Tahovsky:

„Unsere Reise nach Bolivien war für mich ein einmaliges Erlebnis. Es hat mich viel dankbarer gemacht für die Dinge in meinem Leben, die ich leider viel zu oft für selbstverständlich nehme. Zu sehen wie zufrieden die Menschen dort trotz ihrer Schicksalsschläge und traurigen Umständen sind, hat mich tief beeindruckt. Ich bin froh ein Teil dieses Herzensprojektes gewesen zu sein.“

Lukas Bachmann:

„Ich fand es sehr schön zu sehen, wie die Menschen hier leben und wie ihre Einstellung gegenüber dem Leben ist. Das hat mich vor allem in den Dörfern, die wir besucht haben, fasziniert. Den Zusammenhalt in der Gruppe fand ich auch sehr toll.“

Enes Palabiyik:

„Ich werde die Entwicklungsprojektwoche nie vergessen; sie hat mir in Bezug auf viele Aspekte die Augen geöffnet. Die Organisation fand ich bemerkenswert und das Programm gut durchdacht. Auch wenn am Ende nicht immer alles so funktioniert hat, wie es mit den BolivianerInnen besprochen war.“

Ussama Chaudry:

„Es war eine sehr eindrückliche Woche, in der wir viele persönliche Erfahrungen gesammelt haben. Das einzig anstrengende waren die zahlreichen Ansprachen und Reden, die man nach einer Weile schon auswendig konnte. Ansonsten fand ich es eine tolle Woche.“

Marco Baechtold:

„Es hat mich sehr beeindruckt wie zufrieden die Menschen in Ocuire sind, dies auch dank dem Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Anwohner, der uns sein Haus und das Wassersystem gezeigt hat, war so stolz. Das werde ich nie vergessen. Auch die Landschaften Boliviens haben mich sehr beeindruckt. Die Tatsache das wir einen Teil dazu beitragen konnten, dass etwas in den Dörfern in Bewegung kommt, fand ich super. Die Organisation seitens GF, Caritas und José Balmer war auch sehr gut. Herzlichen Dank an alle, auch an die Gruppe! Ihr wart toll!“

Besuch bei ENDA

René Feser:

„GF hat uns die tolle Gelegenheit gegeben, eine einzigartige Woche zu verbringen. So eine Woche erlebt man als Tourist niemals. Dafür bin ich sehr dankbar. Es waren sehr viele Eindrücke. Wir haben die Provinz, die Stadt und zahlreiche Gegensätze gesehen. Ich möchte mich herzlich für die Organisation und den Einsatz der Gruppe bedanken.“

Anna Oetinger:

„Am Anfang der Woche hatte ich das Gefühl, dass die Auszubildenden etwas scheu waren. Es war sehr beeindruckend, wie diese Scheu von Tag zu Tag weniger wurde. Sie haben mit den Einheimischen Spanisch gesprochen, getanzt und gelacht. Auch die Arbeit von Caritas vor Ort hat mich sehr beeindruckt, sie unterstützt wichtige Projekte.“

Anna-Lisa Veljkovic:

„Es ist schwierig, all die grossartigen Erlebnisse und Eindrücke in Worte zu fassen. Es war eine sehr spannende Entwicklungsprojektwoche und ein tolles Land, das wir dank GF und Caritas kennenlernen durften. Das Programm war einzigartig und der Team-Spirit der Gruppe unschlagbar. Herzlichen Dank an alle!“

José Balmer:

„Ich bin sehr glücklich, dass ich diese Woche mit dieser tollen Gruppe verbringen durfte. Es ist wahres Glück, dass ich gebeten wurde, diese Reise zu organisieren. Die Auszubildenden haben sich sehr gut auf die Kultur, das Land und die Begegnungen mit den Menschen eingelassen. Ich denke, in dieser Woche wurden zahlreiche Hemmungen überwunden. Es gibt hier viele Gegensätze zur Schweiz, die Gruppe konnte diese kennenlernen und sich neue Einblicke verschaffen. Ich möchte mich herzlich bei GF für diese Initiative und bei Richard Haep und Roland Gröbli für die Unterstützung bei der Organisation bedanken. Den Auszubildenden wünsche ich alles Gute bei ihrer Ausbildung und auf ihrem weiteren Lebensweg. Sie haben nun gesehen, dass sie viel mehr Möglichkeiten haben als die meisten Jugendlichen hier. Ich hoffe sie schätzen das und nutzen diese Möglichkeiten.“

Roland Gröbli:

„Die Entwicklungsprojektwoche und die Dynamik der Gruppe waren einmalig. Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele Teile aufeinanderpassen. Es war eine sehr anspruchsvolle Woche auf teilweise mehr als 4000 m über dem Meeresspiegel. Die Woche war von den Begegnungen her sehr authentisch, man konnte sehr viel Wärme spüren. Von organisatorischer Seite steckte jedoch viel dahinter. Die Arbeit von José, Richard und Caritas Corocoro ist nicht zu unterschätzen. Es war ein Projekt mit drei Zielen und diese wurden erreicht. Ich danke allen für den Respekt, die Offenheit und die Art und Weise, wie sie sich auf diese Erfahrung eingelassen haben.“

Richard Haep:

„Es war eine anstrengende aber auch sehr schöne Woche. Die Gruppe hat das super gemacht: sie haben die Dinge so genommen, wie sie sind und nicht gleich bewertet, wenn etwas anders war, als sie es gewohnt sind. In der Entwicklungszusammenarbeit sind Impulse sehr wichtig, und ich finde, die Gruppe hat in dieser Woche zahlreiche Impulse gesetzt. Die Leute hier haben sich gefragt, ob erst Jugendliche aus der Schweiz kommen müssen, damit ihr Dorfplatz oder ihre Räumlichkeiten verschönert werden. Ich denke, dass die Erfahrungen hier für die Lernenden sehr wertvoll waren. Es ist wichtig, dass sie ihre Verantwortung in der Gesellschaft wahrnehmen. Wenn sie durch die Entwicklungsprojektwoche nur schon ein wenig sensibilisiert sind, dann wurde das Ziel der Woche weitaus erreicht. Herzlichen Dank an alle!“

 

Unser Dank geht an alle die diese wunderbare Zeit möglich gemacht haben:

  • Caritas Schweiz, (Nadja Zgraggen, Esther Belliger und Odilo Noti)
  • Caritas Schweiz in Bolivien (Richard Haep und José Balmer)
  • Caritas Corocoro (Ruben Araujo und Soledad Limachi Mamani)
  • ENDA El Alto (Patricia Beltran und ihr Team)
  • Technisches Institut Don Bosco (Luis Quispe, Rektor, sowie Dennis Hanna und Bejaín Condori)
  • Jules Tusseau (Fotograf)
  • Edith Wicki-Waser und Wendelin Waser, Oberrickenbach
  • Leo Funez, Bern
  • Sosleydis Stocker (Spanisch Lehrerin)

und alle Kinder, Jugendliche und erwachsenen Menschen in Bolivien, die uns in den Dörfern und in der Stadt so herzlich in Empfang genommen haben.

Ausserdem:

  • Clean Water Stiftung, insbesondere Roland Gröbli, der dieses Projekt initiiert und geleitet hat
  • Yves Serra, CEO, und der Konzernleitung von GF, CEO, welche die notwendigen Mittel dafür sprach
  • Katia Güntert (GF Betriebssanität)
  • Cristina Marinoni (Leiterin Personalmanagement Schaffhausen)
  • Lea Ritter, die als Abschlussarbeit ihrer Lehre als Mediamatikerin den Bolivien-Blog realisierte (http://bolivien-blog.ch)

Die Entwicklungsprojektwoche Bolivien (28.7. bis 5.8.2018) wurde im Auftrag der Georg Fischer AG durch die Stiftung Clean Water organisiert, in Zusammenarbeit mit GF Piping Systems, Wibilea AG und Caritas Schweiz. Unterstützung vor Ort: Caritas Schweiz in Bolivien, Caritas Corocoro und ENDA El Alto.

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